Asfa-Wossen Asserate
Asfa-Wossen Asserate ist der Urgroßneffe Seiner Majestät Haile Selassie I. und der Urenkel Empress Menens.
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Biographie
Asfa-Wossen Asserate wurde am 31. Oktober 1948 als Sohn des Leul Ras Asserate Kassa (1922-1974) und der Prinzessin Zuriash-Work in Addis Abeba geboren. Nach äthiopisch-orthodoxer Tradition wurde er vierzig Tage nach seiner Geburt auf den Namen Sarsa Dengel (Schützling der heiligen Muttergottes) getauft. Ab 1955 besuchte er die Deutsche Schule in Addis Abeba und machte dort 1968 sein Abitur. Im gleichen Jahr trat er sein Studium an der Universtität Tübingen an (Hauptfach: Jura, Nebenfächer: Volkswirtschaft und Politik) und schloss sich dort auf Anraten des deutschen Botschafters in Addis Abeba der Studentenverbindung Corps Suevia Tübingen an. Nach zweijähriger Studienzeit wechselte er an die englische Universität Cambridge (Geschichtswissenschaft). 1972 kehrte er nach Deutschland zurück, um an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt zu promovieren.
Im Juni 1974 wurde sein Vater zusammen mit weiteren führenden Persönlichkeiten des Kaiserreichs verhaftet und auf dem Gelände des Akaki-Gefängnisses ohne Gerichtsverhandlung erschossen. Am 12. September 1974 wurden mit den Mitgliedern der kaiserlichen Familie auch seine Mutter und Geschwister abtransportiert und im Keller des Palasts des Prinzen Makonnen eingesperrt. Vierzehn Jahre lang kämpfte Asfa-Wossen Asserate um die Freilassung seiner Geschwister und seiner Mutter - welche im Mai 1988 endlich frei kamen. Erst im Juni 1991 konnte Prinzessin Zuriash-Work aus Äthiopien ausreisen.
Inzwischen lebt Asfa-Wossen Asserate seit fast vierzig Jahren in Deutschland und besitzt seit 1981 die deutsche Staatsbürgerschaft. Er arbeitete als Pressechef der Düsseldorfer Messe und versucht als Unternehmensberater, sich für die außenwirtschaftlichen Interessen Afrikas einzusetzen. "Ein Leben ohne die deutsche Sprache, ohne das deutsche Theater und ohne die Musik Bachs, Beethovens und Mozarts" könne er sich heute nicht mehr vorstellen, schreibt er in seiner Biographie Ein Prinz aus dem Hause David (S. 359).
1994 gründete er den Verein Orbis Aethiopicus, welcher sich unter anderem für die Verbreitung der Kenntnisse über Äthiopien einsetzt.
Werke
- Asfa-Wossen Asserate: Ein Prinz aus dem Hause David. Und warum er in Deutschland blieb, Frankfurt am Main 2007.
- Asfa-Wossen Asserate: Manieren, Frankfurt am Main 2003.
- Asfa-Wossen Asserate, Mattioli, Aram (Hgg.): Der erste faschistische Vernichtungskrieg. Die italienische Aggression gegen Äthiopien 1935–1941, Köln 2006.
Links
- http://de.wikipedia.org/wiki/Asfa-Wossen_Asserate
- http://www.germanchurchschool.de/rasselas.html
- http://www.alumni.uni-frankfurt.de/Alumni-Rat/Asserate.html?PHPSESSID=ksk08uphqhe85ev866rclj0kg6
- http://www.orbis-aethiopicus.de/
Quellen
- Asfa-Wossen Asserate: Ein Prinz aus dem Hause David. Und warum er in Deutschland blieb, Frankfurt am Main, 2007.
