Teferi Makonnen Schule: 25-Jahr-Feier (Rede vom 27. April 1950)

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… Um sagen zu können, dass es einhunderttausend Studenten gibt, muss man mit einem beginnen.


Es ist mehr als fünfundzwanzig Jahre her, dass Wir auf den Gedanken kamen, diese Schule zu bauen, aber da alles bestimmt ist, mit dem Menschen als Initiator und Gott als Ausführendem vollbracht zu werden, wurde sie in der ihr zugedachten Zeit erbaut und vor fünfundzwanzig Jahren offiziell eröffnet.

Zu dieser Gelegenheit, da Wir das fünfundzwanzigjährige Jubiläum der Teferi Makonnen Schule feiern und Uns der Kämpfe erinnern, die wir ausfochten, um die entgegen streitenden internen politischen Kräfte zu überwinden, denen Wir zu der Zeit begegneten, als Wir nach der Fertigstellung des Gebäudes, Lehrer anwarben und Schüler sammelten, um die Arbeit zu beginnen, danken Wir Unserem Gott, der Uns half, Unser Ziel zu verwirklichen.

Seit dem Tag, da Wir von Gott erwählt wurden, der Führer Unserer geliebten Nation zu sein, war es von ganzem Herzen Unser Wunsch, Bildung auszubauen, mit der Unser Volk seine Unabhängigkeit entwickeln und sicherstellen wird und seit Wir zur Macht der Herrschaft gelangten, haben Wir dieser Sache Unsere äußersten Anstrengungen gewidmet, so weit es die Umstände erlaubten. Und diese Schule, deren fünfundzwanzigstes Jubiläum Wir heute feiern, hat Unseren Wunsch und Unsere Anstrengung offenkundig gemacht.

Unter denen, die Uns, um Unsere Idee zu stützen, geholfen haben, diese Schule zu gründen, danken Wir allen, die am Leben sind und erinnern Uns an jene wie den verstorbenen Blattenguetta Hiruy.

Es gab Damen und Herren, die, da sie Unsere Auffassung teilten, dass es kein besseres Mittel als Bildung für die Entwicklung Äthiopiens und den Wohlstand Unserer Nation gibt, Uns auf verschiedene Weise halfen. Einige haben dies getan, indem sie ihre Kinder anregten, zur Schule zu gehen und andere dadurch, dass sie finanziell zur Sache beitrugen, in einem Ausmaß, das ihre Einsicht in den Nutzen von Erziehung unter Beweis stellte. In diesem Zusammenhang fahren Wir nicht fort, ohne Uns an jene wie z.B. den verstorbenen Dej. Habtemariam Gabregziabier zu erinnern, der dreiundzwanzig Jungen zusammen mit den Schulgebühren zur Schule schickte.

Die Namen der Menschen, die ihren guten Willen, Unsere Idee zu unterstützen, gezeigt und die Liebe zur Erziehung bekundet haben, wurden in der Schulaula auf der Ehrentafel, die vom Feind entfernt und nun erneuert und wiedereingesetzt wurde, niedergeschrieben.

Die Teferi Makonnen Schule begann den Betrieb geleitet durch die internationalen Regelungen, die Wir ihr zur Verfügung gestellt hatten, mit Dr. Workneh als Rektor und einem Franzosen namens Herr Jean Guillon als Direktor und gleichzeitig Lehrer. Unter ihnen gab es sowohl ausländische als auch äthiopische Lehrer für Französisch und Englisch und die Anzahl der Schüler stieg von Tag zu Tag.


Ermutigt

Nach wenigen Jahren, als es für die Schüler der Teferi Makonnen Schule eingerichtet wurde, Tests, die von Schulen in Europa geschickt wurden, zu empfangen, gab es viele, die die Prüfungen bestanden und Grundschulzeugnisse erhielten. Als Wir dann mit der Intelligenz der äthiopischen Schüler und dem Eifer der Lehrer zufrieden waren, wurden Wir ermutigt, Unsere Anstrengungen zu verdoppeln. Da Wir selbst, wann immer Wir die Schule besuchten, ihre Sorgfalt sahen, die die Weiterentwicklung der Schüler zur Folge hatte, erinnern Wir uns noch der Lehrer, die zu jener Zeit hier waren.

Dann ließen Wir nur diese Schüler, die sich als fortschrittlich und eifrig in ihren Studien erwiesen hatten, ins Ausland schicken, um ihre Bildung weiterzuverfolgen. Obwohl die meisten dieser Blumen der Jugend, die in dieser Schule wuchsen, durch Italiens Massaker zerstört wurden, wurden einige von Gott verschont und dienen nun ihrem Land. Aber als Wir daran dachten, sie zur Bildung ins Ausland zu schicken, gab es eine große Erschwernis zwischen der Ausrichtung im Ausland und der Vorbereitung zu Hause und der Kampf, dem Wir entgegensahen, war schlimmer.

Aber überzeugt, dass eine Nation in hohem Maße im Besitz von Werken der Zivilisation aufgrund ihres Erbes der Verfeinerung vonseiten vergangener Generationen erscheint und nicht als Ergebnis eines Werks, das in einer Generation vollendet wird und erkennend, dass solch ein Erbe zahllose Opfer verlangt, strengten Wir eine große Bemühung an, um die gegenwärtigen Schwierigkeiten zu beseitigen und den Weg für künftige Generationen zu bereiten und bestanden durch Glaube die Probe.

Da es Unser Wunsch war, alle möglichen Wege zu verbessern, Bildung in allen äthiopischen Bevölkerungsschichten zu verbreiten, gab es außerdem niemals jemanden, dem Wir nicht geholfen hätten, wann immer eine Einzelperson oder eine Vereinigung wünschte, den Äthiopiern Bildung zu predigen oder eine Schule zu eröffnen.


Andere Schulen

Zu Unserem Programm, das darauf abzielte, die Jugend Äthiopiens auf die Hilfe für ihr Land in unterschiedlichen durch Bildung und Schulung erworbenen Berufen vorzubereiten, hatten Wir die Errichtung von modernen Einrichtungen verstärkt, die in der Lage waren, Gesetz und Ordnung aufrecht zu erhalten sowie die Sicherheit des Landes zu gewährleisten wie das Berufsheer, Polizei und Luftwaffe und allgemein hatten Wir alles dafür getan, um alle öffentlichen Erziehungssysteme Hand in Hand laufen zu lassen.

Auch wenn Arbeit und Zeit einen in der menschlichen Leistungsfähigkeit begrenzten Rahmen haben, waren Wir überzeugt, dass es durch Arbeit mit Glauben, Beharrlichkeit, Entschlossenheit und Weitblick möglich war, viel zu erreichen. Und Unsere Anstrengungen wurden dadurch unterstützt, den künftigen Generationen bevorstehende Arbeitsrückstände zu vermeiden, so dass sich eine Generation auf dem aktuellen Stand mit der modernen Zivilisation herausbilden kann, um ihr gegenwärtiges Leben zu verfolgen und als Wir solch ein friedliches Leben für Unsere Nation organisierten, hatten Wir dafür die internationale Garantie des Friedens durch den Beitritt zum Völkerbund und die Unterzeichnung des Kellogg Paktes erlangt.

Aber es kam ein Feind, der Unsere friedliche Arbeit, Äthiopien zu einer hohen Zivilisation zu führen, unterbrach und durch den Überfall auf Unser Land alle Erzeugnisse Unserer Arbeit zerstörte. Es ist offensichtlich, dass das Ergebnis Unserer Initiative mit dem Ziel, Äthiopien seine alte Zivilisation mit der modernen Welt kombinieren zu lassen, früher Fortschritt gezeigt hätte, wären nicht die unterschiedlichen Hürden gewesen, denen Wir begegneten und die Unsere Arbeit behinderten. Dennoch danken Wir Gott für die Güte, die Wir nie entbehrt haben.

Obwohl sie in der Folge der Invasion des Feindes für einige Zeit erkrankte, hat die Teferi Makonnen Schule, die Wir heute als eine junge Schule von fünfundzwanzig Jahren sehen, in Einklang mit ihrem Alter einer Generation gedient und man sieht sie heute mit erhobenem Haupt.

Als Wir diese Schule vor fünfundzwanzig Jahren einweihten, lobten Wir den gnädigen Herrn und erklärten: „Um sagen zu können, dass es einhunderttausend Studenten gibt, muss man mit einem beginnen.“

Heute gibt es in Äthiopien mehr als 100.000 Schüler. Deshalb sind Wir glücklich bei der Feier des 25. Jahres der Teferi Makonnen Schule, wo Wir Unsere Wünsche ausdrückten und sehen, dass die Gnade Gottes ohne Grenzen ist.

Wir sind tief traurig, wenn Wir die Erinnerung an die jungen Leute zurückrufen, die an dieser Schule ausgebildet wurden und die ihr Leben zum Wohle ihres Kaisers und ihres Landes opferten. Wenn Wir uns denen zuwenden, die am Leben sind und ihrem Land wertvolle Dienste leisten, einschließlich derer, die dieser Feier beiwohnen als auch derer, die an entfernten Orten im Dienst sind, verwandelt sich Unser Schmerz in Freude.

Und ihr Schüler solltet erkennen, dass zum Wohle Äthiopiens und Unserer Nation Unsere wichtigste Aufgabe momentan die Vorbereitung der gebildeten Generationen für Äthiopien ist und Wir hoffen inständig, dass ihr euch Unserer Anstrengungen zu diesem Zweck würdig erweisen werdet. Wir danken denen, die Uns bei dieser Sache unterstützt haben und Wir bitten sie dringend, ihre Unterstützung fortzusetzen.



Quelle: Haile Selassie I: Selected Speeches of His Imperial Majesty Haile Selassie I, Imperial Ethiopian Ministry of Information (Hg.), Addis Abeba 1967, S. 70-74.

Übersetzung: Adilisha


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